Frühling I
Frühling,
Ein Versprechen,
zart,
empfindlich und voller Farben.
Frühling
aus dem tiefen Schlaf erwacht,
ins Helle,
ins Warme,
In die Fröhlichkeit hinein.
©Carina la Barca
Reisende
Gezeugt aus Licht und Phantasie,
geboren in traumhaften Gespinsten,
getragen im Staunen,
erkunden im Fremden,
gestalten aus Gedanken.
- Das bin ich - ,
eine Reisende aus einem fernen Universum.
©Carina la Barca
Zeilen
Zeilen,
tanzen wild herum -
Zeilen,
die keinen Sinn ergeben -
Zeilen,
die nutzlos auf Papier geworfen -
Zeilen,
die trotzdem gelesen werden.
©Carina la Barca
Spieglein, Spieglein an der Wand
Spieglein, Spieglein an der Wand,
zeig mir meine dunkle Seite,
zeig mir meine Ängste.
Spieglein, Spieglein an der Wand,
zeig mir meine Sonnenseite,
all das Helle,
all das Schöne,
all die Liebe,
all die Freude.
Spieglein, Spieglein an der Wand,
zerspringe, wenn ich lüge,
glänze, wenn ich träume.
- Spieglein, Spieglein an der Wand -
erblindet,
wenn die Seele steigt in's Niemandsland.
©Carina la Barca
Am Felsen meiner Tage
Fest stehe ich am Felsen meiner Tage,
hoch oben über dem Meer,
erblicke die Weite,
erahne das Gelebte,
vertraue auf das Morgen.
Fest stehe ich am Felsen meiner Tage,
hoch oben über dem Meer,
die Wogen der Zeiten überfluten mein Sein,
die Tiefe lacht grauenhaft empor,
die Liebe bindet mein Herz.
Fest stehe ich am Felsen meiner Tage,
hoch oben über dem Meer,
schon kommen die Wolken,
verdunkeln den Geist,
verschleiern das Sein.
Fest stehe ich am Felsen meiner Tage,
hoch oben über dem Meer,
schon neigt sich der Tag zur Nacht,
die Sterne funkeln in der Unendlichkeit,
ein leises Summen verklingt im sanften Mondenschein.
Fest ruhe ich am Felsen.
- am Ende meiner Tage -
sanft weht der Wind der Vergesslichkeit,
noch blicken lebende Seelen hinauf zu mir und tragen mich schweigend ins Meer.
©Carina la Barca